Kurzsichtigkeit
Diagnose: Kurzsichtig
Medizinische Behandlung
Symptome bei Kurzsichtigkeit
Kurzsichtige sehen in der Ferne verschwommen, im Nahbereich aber völlig normal (es sei denn, die Kurzsichtigkeit ist mit hohen Dioptrienzahlen sehr stark ausgeprägt).
Es gibt 3 physiologische Gründe, weshalb eine Kurzsichtigkeit auftreten kann:
1. Die Hornhaut (Kornea) ist zu stark gewölbt.
2. Der Augapfel ist (häufig nur um Millimeterbruchteile) zu lang.
3. Beide verursachenden Faktoren können auch gemeinsam auftreten.
Wenn die Entfernung von der Kornea zur Retina, von der Hornhaut zur Netzhaut, zu lang ist, vereinigen sich die eintreffenden Lichtstrahlen bereits vor der Retina. Die Auswirkung ist ein verschwommenes Sehen im Nahbereich: Kurzsichtigkeit.
Medizinische Therapien bei Kurzsichtigkeit
Eine medizinische Therapie (Heilbehandlung) gegen Kurzsichtigkeit gibt es nicht. Die Symptome können lediglich "korrigiert" werden, in dem Sinn, dass sie (zeitweise) nicht mehr spürbar sind, aber sie können durch medizinische Behandlung nicht geheilt werden. Leider haben manche dieser "Korrekturmaßnahmen" auch erhebliche Risiken: es ergeben sich bei so mancher Behandlung Nebenwirkungen und Landzeitwirkungen, die unangenehm und sogar erheblich schädigend für das Sehvermögen sein können:
Die Symptomkorrektur wird vorgenommen durch Brille, Kontaktlinse oder operative Abflachung der Kornea, meist durch Laser. Diese Operationsmethoden sind noch immer in der Erforschung; gesicherte Langzeitresultate über Folgeerscheinungen gibt es noch nicht, dafür aber einige Gefahren für die Augen.
Über Chancen, Risiken und Komplikationen der refraktiven Chirurgie (LASIK, LASEK, PRK, RK, ICL, ICR, ALK) und zur OP-Vorbereitung informiert und berät z.B. ausführlich der Verein
Operation Auge e.V.
Da es keine wirksame medizinische Therapie gibt, benennt die Medizin die Kurzsichtigkeit nicht als Krankheit, sondern als "Fehlsichtigkeit" (die Bezeichnung für eine Abweichung von der Norm der "Normalsichtigkeit").
Artikel aus der Ärztezeitung
Interessante Informationen über die Entwicklung der Kurzsichtigkeit aus medizinischer Sicht bietet z.B. ein Artikel in der Ärztezeitung mit dem Titel "Der PC ebnet der Kurzsichtigkeit den Weg". In diesem Artikel wird der Zusammenhang von Bildschirmarbeit, modernem Lebensstil und der epedemieartig ansteigenden Rate von Kurzsichtigkeit in Industrieländern herausgestellt.
Unter der Überschrift "So läßt sich das Risiko für Kurzsichtigkeit minimieren" findet sich u.a. der Hinweis, bei Bildschirmarbeit "ab und zu in die Ferne zu schauen" (im Augentraining als "Akkomodationsübung" bekannt) in der
Ärztezeitung.de
Brille als sinnvolle Korrektur bei Kurzsichtigkeit
Natürlich ist in vielen Fällen von Kurzsichtigkeit durchaus sinnvoll, eine "Korrektur" vorzunehmen: so ist z.B. eine Brille bei starker Kurzsichtigkeit ein durchaus sinnvolles Hilfsmittel, das im Gegensatz zur Operation bei richtiger Anpassung nebenwirkungsfrei und jederzeit absetzbar ist.
Kurzsichtigkeit - Alternativen und "Selbst-Behandlung"
Auch ein Sehtraining hat Nebenwirkungen; allerdings nur angenehme: meist bessern sich durch Ganzkörper-Übungen zur Entspannung und Vitalisierung der Augen gleichzeitig auch andere Körperbereiche und Organe.
Das ganzheitliche Sehtraining
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